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Nepp und Betrug an Touristen in Tunesien


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Der Betrug an Touristen ist in den tunesischen Touristengebieten weit verbreitet und hat vielfältigste Ausdrucksweisen. Mit "weit verbreitet" ist hier ein Prozentsatz gemeint, der es bewirkt, daß früher oder später jeder Tunesienreisende mit Sicherheit darauf stoßen wird.

Es beginnt in vielen Fällen damit, daß ein Hotelangestellter auf einen Gast zutritt und ihm irgendein besonderes Angebot macht bzw. empfiehlt, einen Freund oder ein Familienmitglied aufzusuchen, um dort zu besonders günstigen Preisen etwas zu kaufen.

Sämtliche dieser Angebote sind natürlich überteuert und es verdienen daran nicht nur der "Freund", sondern auch noch der Schlepper (also der Vermittler).

Arbeitet jemand nicht in einem Hotel, greift er gerne zu dem Trick, auf der Straße einen Touristen anzusprechen und sich als Angestellter des Hotels auszugeben ("kennst Du mich nicht, ich bin doch der Kellner in Deinem Hotel").

Nach kurzer Zeit des Gespräches folgt dann bereits das Angebot, etwas zu verkaufen, etwas zu zeigen oder etwas zu tun.
Es gibt in der Tat Personen, die es ehrlich meinen - doch auf diese zu treffen, ist etwa so wahrscheinlich, wie einen Volltreffer im Lotto zu erzielen, und ein Kontakt zu diesen wird sich auch nie auf der Straße oder im Hotel einstellen.

Ein normaler Tourist ohne eingehende Landes- und Menschenkenntnis sollte sich niemals der Illusion hingeben, daß ausgerechnet ihm dies widerfährt!

Häufig wird Hilfe erbeten, weil ein Familienmitglied, oft Vater, Mutter oder Kind angeblich krank ist oder eine manchmal "plötzliche" oder "dringende" Krankenhausbehandlung benötigt.

Man sollte, falls man hier helfen will, darauf bestehen, den angeblichen Kranken persönlich aufzusuchen und etwaige Rechnungen unbedingt (!) persönlich beim Arzt, im Krankenhaus oder in der Apotheke zu zahlen und sich dabei über die Krankengeschichte informieren.

So gut wie jeder Arzt und Apotheker spricht zumindest englisch, alle sprechen französisch.
In gar keinem Falle dagegen sollte man dem Hilfesuchenden Bargeld in die Hand geben oder zusenden!

Zuweilen wird darum gebeten, jemandem eine Summe Geldes zu leihen, immer mit dem Versprechen, dies schon bald zurückzugeben oder -zusenden.
Hier gilt eine einfache Regel ohne Ausnahme: Geld, egal wie viel, das man einmal aus der Hand gegeben hat, ist verloren - man wird es niemals wieder zurückerhalten!

Gibt man also jemandem Geld, so muß man es immer als eine "Schenkung" betrachten - ist man dazu nicht bereit, so darf man kein Geld geben!



Speziell im Zusammenhang mit Liebesbeziehungen zu Tunesiern gibt es oft Betrugsabsichten zur Erlangung von Visum, Geld oder anderen Vorteilen.

Siehe hierzu auch: Bezness in Tunesien

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