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In Tunesien ist es im gesamten Jahresverlauf wärmer als in Deutschland, was jedoch nicht heißt, daß es auch subjektiv gesehen stets wärmer ist. So gewöhnt sich der Körper tagsüber an die Sonne und sobald diese untergeht, fühlt man eine empfindliche Kälte, die umso mehr wirkt, weil man sich den Tagesverhältnissen entsprechend angezogen hatte. Zum anderen weht an der Ostküste (Hammamet, Port El Kantaoui, Sousse, Monastir, Mahdia, Djerba) fast ununterbrochen ein Wind vom Meer her, der selbst im Hochsommer bei den dann normalen Temperaturen von 35-40 Grad einen abkühlenden Effekt hat und beispielsweise 30 Grad dort nicht so warm erscheinen läßt wie 30 Grad in vielen Gegenden von Deutschland. Wer sich davon täuschen läßt, wird allerdings schon nach sehr kurzer Zeit, oft bereits nach nur einer Stunde, mit einem kräftigen Sonnenbrand belohnt werden - denn trotz des Windes scheint die Sonne unvermindert und mit viel stärkerer Kraft, als in Deutschland.
Insbesondere im Winter (Dezember, Januar und Februar), doch auch im Frühling (März, April, bis Mitte Mai) und Herbst (Oktober und November) sind die Gegensätze zwischen Tages(Sonnen)- und Nachttemperaturen erheblich. Tagsüber mag man noch mit einem Hemd auskommen, besonders, wenn kein Wind weht, doch sobald die Sonne untergegangen ist, fällt die Temperatur schlagartig um 10 Grad, und wenn dann noch der Wind vom Meer her kommt, kann der subjektive Temperatureindruck durchaus ähnlich sein, wie in Deutschland bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. |
Im Sommer können zeitweise Temperaturen von über 40 Grad im Schatten erreicht werden, an den Küsten sind diese Hochtemperaturen jedoch selten, meist sind es nur etwa 5 Tage pro Jahr, an denen es 45 Grad und wärmer ist. Normalerweise sind es 35-40 Grad, was vom Gefühl her etwa 30 Grad in Europa entspricht. Nachts fallen die Temperaturen dann auf etwa 20-30 Grad ab. Im Landesinneren und im Süden jedoch kann es diese Tagestemperaturen auch wochenlang geben (nachts ist es dagegen meist kühler) – und die sind dann auch nicht, wie an den Küsten, von einem abkühlenden Wind begleitet. Von langen Fahrten und Wanderungen in den Monaten Juni, Juli, August und September muß daher unbedingt abgeraten werden. Wenn es sich aber nicht vermeiden läßt, sollte auf jeden Fall ein klimatisiertes Transportmittel verwendet werden (Auto, Zug, Autobus). Hier sind durchschnittliche Wetterdaten und die Wettervorhersage für Tunesien für die nächsten 48 Stunden zu finden, und zwar für alle Regionen in Tunesien. |
Ab Mitte September-Mitte November läßt dann die Tageshitze nach, doch das Meer hat immer noch angenehme 22-27 Grad, und Regentage sind selten. Diese Monate sind für Touristen empfehlenswert, die sich am und im Wasser vergnügen wollen. Die Monate Dezember, Januar und Februar sind, kurz gesagt, kalt (meist 10-15 Grad, oft bedeckt und windig), besonders nachts (oft um 5-10 Grad), und ähneln so dem März in Westeuropa. Die Monate sind daher für die geeignet, die zwar keinen Frost, aber dennoch kühle Temperaturen schätzen.
Luftige und dünne Kleidung ist im Sommer (ab Mitte Juni, Juli, August, bis Mitte September) unvermeidlich, in erster Linie, um dem Körper einen Sonnenschutz zu bieten. Ebenso wie die Einheimischen, sollte man es als Europäer zudem vermeiden, sich zwischen etwa 11 und 16 Uhr der direkten Sonne auszusetzen. Im Winter (ab Mitte November, Dezember, Januar, Februar, bis Mitte März) sollte man niemals den dicken Pullover und die Jacke vergessen, wenn man nach dem Einbruch der Dunkelheit (nach ca. 17-18 Uhr) oder frühmorgens (vor ca. 9-10 Uhr) auf der Straße unterwegs sein will. | |||||